• Draußenfotograf

    I’m happy that you’re here – was Leidenschaft ausmacht

    Was bedeutet es eigentlich, etwas mit Leidenschaft zu tun? Und woran merken wir, dass uns etwas wirklich wichtig ist?

    Der Ausgangspunkt für diese Folge ist eine Reise: Nebel in der Hohen Tatra, ein außergewöhnlich gepflegter Campingplatz im Südosten der Slowakei, ein kleiner Landgasthof im Fichtelgebirge und ein unscheinbarer Satz, der mir seitdem nicht mehr aus dem Kopf gegangen ist:

    „I’m happy that you are here.“

    Aus diesen Begegnungen ist eine Frage entstanden, die mich inzwischen weit über die Reise hinaus beschäftigt. Denn irgendwann geht es nicht mehr nur darum, etwas gern zu tun. Wir beginnen, unsere eigenen Dinge ernst zu nehmen. Wir zeigen sie anderen. Wir bekommen Resonanz. Und plötzlich taucht ein neuer Begriff auf: Erfolg.

    In dieser Folge nehme ich euch deshalb auch ein Stück mit hinter die Kulissen meines eigenen Schaffens. Es geht um Fotografie und YouTube, um diesen Podcast, um mein Buch und um nah:fern. Lange habe ich all das als verschiedene Projekte betrachtet. Inzwischen frage ich mich, ob es nicht vielmehr unterschiedliche Ausdrucksformen derselben Sache sind.

    Denn Leidenschaft muss nicht immer dieses große Feuer sein, für das wir angeblich „brennen“ müssen, denke ich. Sie kann auch etwas sein, das längst in uns angelegt ist und sich mit der Zeit immer weiter entfaltet.

    Eine Folge über Leidenschaft, Kreativität, Resonanz und Erfolg. Über den Mut, die eigenen Dinge ernst zu nehmen. Und über die Frage, ob wir unsere Leidenschaft wirklich finden müssen oder manchmal nur erkennen dürfen, was in unserem Leben längst wächst.

    Draußen. Sehen. Erzählen.

    Was Erkenntnis kostet – Odin, Mimirs Brunnen und Gedanken von heute

    Was sind wir bereit, aus der Hand zu geben, um etwas anders sehen zu können?

    Unter einer Wurzel des Weltenbaums Yggdrasil liegt Mimirs Brunnen. In ihm sollen Weisheit und Verstand verborgen sein. Selbst Odin erhält daraus keinen Trunk, bevor er eines seiner Augen als Pfand hinterlässt.

    In dieser Folge erzähle ich die überlieferte Geschichte und frage, was sie mit uns heute zu tun haben könnte, wie sie vielleicht auch Einfluss auf unseren Blick haben könnte.

    Warum beschäftige ich mich ausgerechnet mit diesem Mythos? Weil eine Kamera die sichtbare Welt festhalten kann, aber noch keine Erkenntnis schafft. Wirkliches Sehen braucht Aufmerksamkeit, Offenheit und die Bereitschaft, sich selbst von einer Begegnung verändern zu lassen. Und manchmal geht’s auch wieder ums Loslassen.

    Diese Folge ist zugleich ein Vorgeschmack auf meinen neuen Podcast:

    „Gedanken unterm Weltenbaum. Nordische Mythologie – naturverbunden und neu betrachtet.“

    Die erste Folge erscheint am 1. September 2026.
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    Quellen zu dieser Folge:
    Die Geschichte von Odins Auge und Mimirs Brunnen ist in der Völuspá bezeugt und wird von Snorri Sturluson in der Prosa Edda ausführlicher dargestellt.

    Lieder Edda: Völuspá, Strophe 28. Die Passage berichtet, dass Odins Auge in Mimirs Brunnen verborgen liegt und Mímir aus dem Pfand des Walvaters trinkt. In der frei zugänglichen historischen Übersetzung von Karl Simrock bei Wikisource ist diese Passage abweichend auf die Strophen 21 und 22 verteilt. Einen Vergleich des altnordischen Textes mit mehreren englischen Übersetzungen bietet The Comparative Vǫluspá.

    Snorri Sturluson: Prosa Edda, Gylfaginning, Kapitel 15. Snorri beschreibt Mimirs Brunnen unter einer Wurzel Yggdrasils. Im Brunnen seien Weisheit und Verstand verborgen. Odin erhalte den gewünschten Trunk erst, nachdem er sein Auge als Pfand eingesetzt habe. Der altnordische Text sowie eine historische englische Übersetzung sind frei zugänglich.

    Zur möglichen Bedeutung des Pfandes: Henning Kure, „Drinking from Óðinn’s Pledge: On an Encounter with the Fantastic in Vǫluspá 28–29“, in: The Fantastic in Old Norse/Icelandic Literature, Tagungsband der 13. International Saga Conference, Durham und York 2006, Seiten 533 bis 540.

    Vor Ort für Kinder – im Gespräch mit Cordula Dähne-Torkler

    Diese Episode ist eine besondere Folge von „Draußenfotograf“, denn ich mache beim diesjährigen Podcasthon mit.

    Der Podcasthon ist eine Aktion, bei der Podcasts aus vielen Ländern gemeinsam ein Zeichen setzen, jeder für eine Organisation, die ihm am Herzen liegt. Eine Woche lang, eine Stimme mehr für die, die sonst oft leise sind.

    In dieser Folge spreche ich mit der Vorsitzenden des Kinderschutzbunds Braunlage. Eine kleine Organisation, mitten im Harz, getragen von Ehrenamt und Haltung. Wir reden über Kinderschutz im ländlichen Raum, über die Wichtigkeit von Beteiligung und darüber, warum ehrenamtliche Arbeit heute wichtiger ist denn je.

    Wo Mut wächst – im Gespräch mit Andrea Eichenberg

    Triggerwarnung: In dieser Folge sprechen wir auch über Depression, Mobbing und Suizid. Wenn du gerade selbst in einer schweren Zeit bist, sei achtsam mit dir. Hilfe findest du unter anderem bei der TelefonSeelsorge (0800 – 111 0 111 / 0800 – 111 0 222, kostenlos, rund um die Uhr) oder auf mutpost.de, einer Plattform, auf der Menschen einander Mut zusprechen.


    In dieser Folge:

    Andrea Eichenberg betreibt den YouTube-Kanal NaderasFernblick mit ruhigen und achtsamen Eindrücken in und aus der Natur. Doch der Auslöser für diesen Kanal war alles andere als leicht.

    In diesem Gespräch erzählt sie offen und ehrlich, warum sie angefangen hat, Naturvideos zu machen. Warum Fotografie und das Draußensein für sie mehr als ein Hobby sind, nämlich ein Weg, zu sich selbst zurückzufinden.

    Wir sprechen auch über Cybermobbing, über den Fall der Organisation Saveafox (ein Gnadenhof für Füchse, der nach massivem Online-Mobbing in eine existenzbedrohende Krise geriet), und darüber, wie man trotz allem weitermacht. Wie man Mut findet oder vielleicht: Wie Mut in einem wächst, auch wenn man es nicht sofort merkt.


    Im Gespräch erwähnt:


    Über Draußenfotograf:

    Dieser Podcast erzählt von der Fotografie in der Natur, von Wind und Wetter, von Motiven im Wandel und von Menschen, die ihre besonderen Momente festhalten wollen. Für alle, die draußen atmen, um innen zu spüren.

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